06.12.2010 | Neuer V12 für Murcielago-Erbe


Im kommenden Frühjahr wird der neue Supersportwagen von Lamborghini seine Weltpremiere feiern. Obligatorisch ist beim Murcielago-Nachfolger ein V12-Triebwerk - mit 700 PS.

 

Finanzkräftige Fans brachialer Supersportwagen reiben sich seit Monaten bereits aufgeregt die feuchten Hände. Lamborghini bringt im Frühjahr 2011 seinen neuen Supersportwagen auf den Markt. Jahrelang musste sich der betagte Murcielago mit stumpfen Waffen gegen den aufstrebenden und dynamischeren Gallardo verteidigen, der aufgrund seiner Konzeption das deutlich bessere Auto war. Der Kampfstier trug derweil allzu viele Gene seines Vorgängers Diabolo in sich und konnte daher immer wieder nur sporadisch verbessert werden, ehe der Murcielago LP 670-4 SV vor kurzem auslief.

 

Der neue Stier, der den Namen Aventador tragen dürfte, ist eine komplette Neuentwicklung. Die zwei Tonnen Leergewicht des Vorgängers sind verschwunden. Hochfeste und ebenso leichte wie verwindungssteife Kohlefaser-Verbundstoffe beim Karosseriebau sollen dafür sorgen, dass der Aventador im Renntrimm zukünftig kaum mehr als 1,6 Tonnen auf die Wagen bringt.

 

Doch die überfällige Abspeckkur ist nur das eine. Obligatorisch bleibt auch beim Aventador das martialische Lamborghini-Design und ein Triebwerk, das einem Supersportwagen gebührt. Während andere Hersteller auch bei den Sportlern zunehmend auf kleinere Hubräume und Turboaufladung setzen, bleibt Lamborghini seiner in den 60er Jahren mit dem 350 GT begonnenen Linie treu.

 

Wie zuletzt auch Diabolo und Murcielago sorgt ein V12-Triebwerk hinter der Kohlefaser-Fahrgastzelle für wilde Kraftausbrüche, wie es sich für einen potenten Stier gehört. So leistet der komplett neu entwickelte Zwölfzylinder mit der internen Bezeichnung L 539 dank 6,5 Litern Hubraum 515 kW / 700 PS und ein maximales Drehmoment von 690 Nm bei 5.500 U/min. Damit dürfte der allradgetriebene Supersportler aus Sant' Agata nahe Bologna bis zu 350 km/h Spitze laufen. Den Spurt von Null auf 100 km/h schafft er beim Abrufen aller Kraftreserven in deutlich unter drei Sekunden.

 

 

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